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BPM in ms umrechnen: Delay- und Hall-Zeiten für jedes Tempo

BPM in ms umrechnen für Delay und Hall: die Formel 60.000 ÷ BPM, punktierte Werte und Triolen, Tabellen für 120, 128 und 140 BPM und Tipps für den Mix.

Um BPM in Millisekunden umzurechnen, teilst du 60.000 durch das Tempo: Das Ergebnis ist die Länge eines Schlags (einer Viertelnote) in ms. Bei 120 BPM dauert ein Schlag 500 ms, eine Achtel 250 ms und eine Sechzehntel 125 ms. Für eine punktierte Note nimmst du den geraden Wert mal 1,5, für eine Triole mal 2/3. Dieser Ratgeber liefert dir die Formeln, fertige Tabellen für gängige Club-Tempi und praktische Tipps, wie du tempo-synchrones Delay und Hall in DJ-Sets und Produktionen einsetzt.

Die Formel

Ein Schlag (Viertelnote) in ms = 60.000 ÷ BPM

Die 60.000 kommen von der Zahl der Millisekunden in einer Minute. Alles andere ist ein Vielfaches oder ein Bruchteil der Viertelnote:

Notenwert Viertelnote multiplizieren mit
Ganze Note (1/1, ein Takt im 4/4) 4
Halbe Note (1/2) 2
Viertelnote (1/4) 1
Achtelnote (1/8) 0,5
Sechzehntelnote (1/16) 0,25
Zweiunddreißigstelnote (1/32) 0,125
Punktierter Wert × 1,5
Triolenwert × 2/3

Rechenbeispiel bei 128 BPM: 60.000 ÷ 128 = 468,75 ms pro Schlag. Eine Achtel sind 234,4 ms, eine punktierte Achtel 234,4 × 1,5 = 351,6 ms und eine Achteltriole 234,4 × 2/3 = 156,25 ms.

Von Hand rechnen musst du das nicht. Gib in unserem BPM-in-ms-Rechner ein beliebiges Tempo ein oder tipp es mit, und er zeigt dir gerade, punktierte und Triolenwerte von der ganzen Note bis zur 1/32 – plus die passende Frequenz in Hz.

Delay-Zeiten bei 120, 128 und 140 BPM

Die Werte sind auf eine Nachkommastelle gerundet.

Gerade Noten

Note 120 BPM 128 BPM 140 BPM
1/1 2000 ms 1875 ms 1714,3 ms
1/2 1000 ms 937,5 ms 857,1 ms
1/4 500 ms 468,8 ms 428,6 ms
1/8 250 ms 234,4 ms 214,3 ms
1/16 125 ms 117,2 ms 107,1 ms
1/32 62,5 ms 58,6 ms 53,6 ms

Punktierte Noten

Note 120 BPM 128 BPM 140 BPM
Punktierte 1/4 750 ms 703,1 ms 642,9 ms
Punktierte 1/8 375 ms 351,6 ms 321,4 ms
Punktierte 1/16 187,5 ms 175,8 ms 160,7 ms

Triolen

Note 120 BPM 128 BPM 140 BPM
1/4-Triole 333,3 ms 312,5 ms 285,7 ms
1/8-Triole 166,7 ms 156,3 ms 142,9 ms
1/16-Triole 83,3 ms 78,1 ms 71,4 ms

Du brauchst ein anderes Tempo? Schau dir in unserem Ratgeber BPM nach Genre den typischen Bereich deines Genres an und gib dann den genauen Wert in den Rechner ein.

Von ms zu Hz für Modulationseffekte

Manche Effekte, etwa LFOs auf Filtern, Tremolo oder Auto-Pan, arbeiten mit einer Rate in Hertz statt mit einer Zeit. So rechnest du um:

Hz = 1000 ÷ Zeit in ms

Bei 120 BPM ist eine Viertelnote 500 ms, das entspricht 2 Hz. Eine Achtel mit 250 ms entspricht 4 Hz. Synchronisierst du einen Filter-Sweep oder ein Tremolo auf diese Raten, bleibt die Bewegung fest im Groove.

Tempo-synchrones Delay im DJ-Set

Die meisten DJ-Mixer und DJ-Programme haben ein beat-synchrones Echo oder Delay, das automatisch dem Tempo des Tracks folgt und meist in Beat-Bruchteilen wie 1/2, 3/4 oder 1 Beat eingestellt wird. Wenn du weißt, wie diese Werte klingen, wählst du schneller:

Einstellung Wirkung im Mix
1/4 Beat (eine Sechzehntel) Schnelles, rhythmisches Stottern; bringt Energie in die Hi-Hats
1/2 Beat (eine Achtel) Dichtes Echo; gut für Percussion-Fills
3/4 Beat (eine punktierte Achtel) Rollendes, synkopiertes Echo; beliebt auf Vocals und Leads
1 Beat (eine Viertel) Klares Echo auf dem Beat; ideal für Echo-out-Übergänge
2 Beats (eine halbe Note) Langes, weites Echo für Breakdowns

Der Klassiker ist das Echo-out: Echo einschalten, den alten Kanal am Ende einer Phrase schließen und die Wiederholungen ausklingen lassen, während der neue Track startet. Das ist der einfachste Weg zwischen Tracks mit sehr unterschiedlichem Tempo. Unser Ratgeber zu DJ-Übergängen und ihren Techniken zeigt, wie es zu anderen Übergängen passt.

Ein Rechenbeispiel: Echo-out bei 126 BPM

Du spielst einen Track mit 126 BPM und willst ihn mit einem Echo verlassen, bevor du einen neuen Track mit 100 BPM startest.

  1. Ein Schlag bei 126 BPM sind 60.000 ÷ 126 ≈ 476 ms. Ein 1-Beat-Echo wiederholt sich alle 476 ms, ein 1/2-Beat-Echo alle 238 ms.
  2. Wähl ein 1-Beat-Echo für eine klare, weite Fahne. Stell das Feedback so ein, dass du etwa vier bis sechs Wiederholungen hörst.
  3. Im letzten Takt einer Phrase schaltest du das Echo ein und schließt den Kanal auf der „Eins“ des nächsten Takts.
  4. Lass die Wiederholungen etwa zwei Takte lang ausklingen (bei 126 BPM rund 3,8 Sekunden) und starte dann den neuen Track auf seinem ersten Schlag.

Weil die Wiederholungen dem alten Tempo folgen, reibt sich der neue Track mit seinem anderen Tempo nicht lange mit ihnen. Kürzeres Feedback ergibt einen schnelleren Wechsel, längeres einen dramatischeren.

Delay und Hall in der Produktion

Delay

  • Vocals: Ein Delay auf punktierte Achtel oder Viertel, leise beigemischt, schafft Raum ohne Durcheinander. Filter die Wiederholungen, damit sie hinter dem trockenen Vocal sitzen.
  • Leads und Plucks: Delays auf Achtel oder punktierte Achtel erzeugen rhythmische Muster, die mit dem Groove spielen.
  • Slapback: Ein sehr kurzes Delay von etwa 60 bis 120 ms macht einen Sound dicker, ohne hörbares Echo. Es muss nicht tempo-synchron sein.

Pre-Delay beim Hall

Das Pre-Delay ist die Lücke zwischen dem trockenen Sound und dem Einsetzen des Halls. Ein kurzer, tempobezogener Wert verhindert, dass der Hall den Anschlag des Sounds verschmiert.

  • Bei 120 BPM: eine 1/64-Note sind etwa 31 ms, eine 1/32-Note 62,5 ms.
  • Bei 128 BPM: eine 1/64-Note sind etwa 29 ms, eine 1/32-Note etwa 59 ms.

Hallzeit

Manche Produzenten stellen die Hallfahne so ein, dass sie vor dem nächsten Schlag oder Takt verklingt. Bei 128 BPM ist eine Hallzeit von einer halben Note zum Beispiel 937,5 ms und von einem ganzen Takt 1875 ms. Nimm das als Startpunkt und justier nach Gehör.

Takt- und Phrasenlängen

Dieselbe Formel lässt sich auf Takte und Phrasen hochrechnen, was beim Arrangement und beim Timing als DJ hilft:

Länge 120 BPM 128 BPM 140 BPM
1 Takt 2,0 s 1,875 s 1,71 s
8 Takte 16,0 s 15,0 s 13,7 s
16 Takte 32,0 s 30,0 s 27,4 s
32 Takte 64,0 s 60,0 s 54,9 s

Unser Ratgeber DJ-Phrasing erklärt zeigt, warum diese Längen beim Mixen wichtig sind.

Typische Fehler

  • Die falsche BPM nutzen. Wird das Tempo mit halber oder doppelter Geschwindigkeit erkannt, liegt jede Delay-Zeit um denselben Faktor daneben. Prüf zuerst das Tempo; siehe BPM eines Songs herausfinden.
  • Zu viel Feedback. Langes Feedback auf einem dichten Delay wird schnell zu Lärm.
  • Delay zu laut. Wiederholungen wirken meist am besten deutlich leiser als das trockene Signal.
  • Punktierte Werte und Triolen ignorieren. Gerade Werte können steif klingen; punktierte und Triolenzeiten grooven oft besser.
  • Alles synchronisieren. Nicht jeder Effekt muss am Tempo hängen. Vertrau deinen Ohren.

Kurzübersicht

  • Viertelnote: 60.000 ÷ BPM.
  • Achtel: die Hälfte davon. Sechzehntel: ein Viertel davon.
  • Punktiert: × 1,5. Triole: × 2/3.
  • Hz: 1000 ÷ ms.

Lass den BPM-Zähler beim Arbeiten in einem Browser-Tab offen, und du hast jeden Wert auf einen Blick.

Häufige Fragen

Wie rechne ich BPM in Millisekunden um?

Teile 60.000 durch die BPM und du erhältst die Länge eines Schlags (einer Viertelnote) in Millisekunden. Bei 120 BPM ist ein Schlag 60.000 ÷ 120 = 500 ms.

Wie berechne ich ein punktiertes Delay oder eine Triole?

Nimm den geraden Notenwert mal 1,5 für eine punktierte Note oder mal 2/3 für eine Triole. Bei 120 BPM ist eine punktierte Achtel 375 ms und eine Achteltriole etwa 167 ms.

Welche Delay-Zeit nehme ich für Vocals?

Das hängt vom Stil ab. Kurze Achtel- oder Sechzehntel-Delays sorgen für Breite und Energie, punktierte Achtel und Viertel für ein deutlich hörbares Echo. Starte mit einem tempo-synchronen Wert und stell Feedback und Mix nach Geschmack ein.

Wie berechne ich das Pre-Delay des Halls aus der BPM?

Nimm einen kurzen Notenwert wie eine 1/32- oder 1/64-Note. Bei 120 BPM ist eine 1/32-Note 62,5 ms und eine 1/64-Note etwa 31 ms.

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